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Vonovia Geschäftsbericht 2025: Frieren für die Dividende

Die Linke Vorderpfalz

Während immer mehr Menschen in Ludwigshafen, Frankenthal und der gesamten Vorderpfalz unter steigenden Mieten leiden, meldet der Immobilienkonzern Vonovia für das Jahr 2025 einen Gewinn von 2,8 Milliarden Euro. Für Die Linke Vorderpfalz ist klar: Diese Gewinne sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Geschäftsmodells, das konsequent auf Kosten der Mieterinnen und Mieter geht.

Systematische Mieterhöhungen, fragwürdige Praktiken wie das Wärme-Contracting und Einsparungen bei der Instandhaltung zeigen, worum es Vonovia geht: maximale Rendite statt menschenwürdiges Wohnen. Damit verschärft der Konzern aktiv den Mieten-Notstand.

„Vonovias Ziel ist es, die Mieten in die Höhe zu treiben. Und zwar für uns alle!“, warnt Jannik Stunz, Direktkandidat der Linken in Frankenthal. „Immobilienkonzerne wie Vonovia fühlen sich den Investoren verpflichtet und nicht dem Gemeinwohl. Die Folgen erleben wir in unseren Haustürgesprächen immer wieder: Die Mieten werden erhöht, der Wartungsaufwand wird gesenkt, die Mieter sind verzweifelt“, so Stunz weiter.

Wie drastisch die Realität für viele Mieter*innen ist, zeigen konkrete Fälle vor Ort: In einem Vonovia-Wohnhaus in Frankenthal warten Bewohner*innen seit Oktober auf eine Reparatur der Heizung. Ein ganzer Winter ohne funktionierende Heizung, damit der Konzern Rekordgewinne einfährt. „Die Bewohner*innen haben den ganzen Winter lang gefroren, nur damit Vonovia steigende Dividenden verkünden kann.“ berichtet Stunz über die Begegnungen.

Laut Geschäftsbericht plant Vonovia, von jeder Monatsmiete 166€ an Aktionäre wie Blackrock und Co. auszuschütten. Für Die Linke ist das kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines grundlegenden Konflikts: Hier stehen die Profitinteressen von Mietkonzernen dem elementaren Recht der Menschen auf bezahlbares und würdiges Wohnen gegenüber.

Vor diesem Hintergrund warnt Die Linke erneut eindringlich vor einem Verkauf der 4.400 BASF-Werkswohnungen an Vonovia. Eine weitere Konzentration von Wohnraum in den Händen eines renditegetriebenen Konzerns würde die Lage für tausende Menschen weiter verschärfen. Stattdessen fordert Die Linke die Überführung der Wohnungen in öffentliche oder gemeinnützige Hand.

„Als selbst betroffener Mieter einer BASF-Wohnung bereitet mir die Vorstellung einer Übernahme durch Vonovia große Sorgen“, sagt Patrick Thiel, Direktkandidat der Linken für Wahlkreis Ludwigshafen II. „Die Verunsicherung unter meinen Kollegen und Nachbarn ist groß. Wir wollen daher mit unserer Petition auch Hoffnung für eine Lösung im Interesse der Mieterinnen und Mieter organisieren.“

Die Linke sieht im BASF-Wohnungsbestand die Chance für einen echten Richtungswechsel: Wohnraum könnte dauerhaft dem Markt entzogen und dem Gemeinwohl untergeordnet werden etwa durch eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft oder eine Übernahme durch die kommunale GAG mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz.

„Unser Ziel ist klar: Die BASF-Wohnungen dürfen nicht in die Hände von Heuschrecken wie Vonovia fallen. Dafür wird Die Linke Seite an Seite mit den Mieter*innen kämpfen“, so Thiel. „Politik für Dich, statt Konzerne, das meinen wir ernst!“, bekräftigt Stunz.

Dass dieser Kurs wirkt, zeigt auch der Blick in den Geschäftsbericht von Vonovia selbst: Erstmals wird dort die Politik der Linken als Risiko für das eigene Geschäftsmodell benannt. Besonders der Einsatz für einen bundesweiten Mietendeckel gilt inzwischen als reale Bedrohung für die Profitstrategie des Konzerns.

Für Die Linke Vorderpfalz ist das Bestätigung und Auftrag zugleich: Der Druck wächst auf der Straße, an den Haustüren und nun sogar in den Bilanzen der Konzerne.

Die Petition zu den BASF-Wohnungen kann ab sofort online unterzeichnet werden: 
https://www.die-linke-vorderpfalz.de/basf-petition